Lourdesgrotte

Auenwald 2009
Ebersberger Lourdesgrotte erstrahlt in neuem Glanz.

Denkmale prägen das Bild unserer Kulturlandschaften. Dorfkirchen und Altstädte, Burgen, Schlösser, Parks sowie technische Bauten machen Geschichte in unserem schnelllebigen Alltag erfahrbar; sie erzählen eindrucksvoll von vergangenen Zeiten. Viele Bürger engagieren sich dafür, ihre Umwelt, die gebaute Umgebung, als wertvolles Kulturerbe zu bewahren.

Foto: H. J. Janetzko

Foto: H. J. Janetzko

So auch Bernhard Huber, Mitglied im Bürgerverein Ebersberg. Er hat sich zum Ziel gesetzt, die über 100 Jahre alte Nachbildung der Lourdesgrotte auf dem Ebersberg zu renovieren und zu erhalten.

Sie wurde ca. 1895 ( unterhalb des großen Bergfrieds des Schlosses) in eine Felsennische durch Pfarrer Josef Manz veranlasst, gebaut. 1929 wurde sie vergrößert und neu gerichtet.

Unterstützt durch die Mitglieder Eberhardt Jakob und Klaus Stegmaier, wurden die in den letzten Jahrzehnten erodierten Stützmauern und Boden der Grotte erneuert. Das alte geschmiedete Tor wurde von BVE Mitglied Jan Willging und Alexander Brecht zerlegt und neu aufgebaut, es musste fast komplett erneuert werden, da der Rost an den Metallteilen nagte. Durch Spenden am Weihnachtskonzert des Bürgerverein Ebersberg e.V. , mit der Unterstützung der Wanderfreunde Ebersberg und der Firmen Kähny  und Kleinknecht war es möglich, die Kosten für die Restauration aufzubringen.
Als Lourdes-Grotte, auch Mariengrotte, werden künstliche Nachbildungen der Höhle bezeichnet, in der 1858 im französischen Wallfahrtsort Lourdes angeblich die Mutter Gottes erschien. An der Stelle der Marienerscheinung ziert eine Madonnenfigur die Grotte. Besonders gegen Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden solche Grotten innerhalb von römisch-katholischen Kirchen, auf Kirchhöfen und auch in der freien Natur errichtet. So auch auf dem Ebersberg. Sie kann jederzeit besichtigt werden.

Hans Josef Janetzko


Vandalen zerstören historisches Denkmal,

vermutlich über den Zeitraum „Tag des offenen Denkmals“!

Vermutlich über das Wochenende, 11.09.-12.09.2010  zerstörten unbekannte Personen die historische Nachbildung der Madonna und den davor stehenden Blumenschmuck.
Der Ideele Wert ist beträchtlich, da erst 2009/10 die Grotte durch ehrenamtliche Kräfte in vielen Stunden restauriert wurde.
Die Tat wurde zur Anzeige gebracht. Zeugen werden gesucht.

Hans Josef Janetzko

Foto: Bernhard Huber

Foto: Bernhard Huber

Foto: Bernhard Huber